Zerlege wackelige Verbindungen vorsichtig, nummeriere Teile und entferne alten, kreidigen Leim mit warmem Wasser, Dampf oder Holzstab. Prüfe, ob Dübel satt sitzen oder ersetzt werden müssen. Lösemittelfreier D3-Holzleim oder Hautleim bieten zuverlässige Festigkeit und spätere Reversibilität. Zwingen mit Zulagen verteilen Druck, austretender Leim wird sofort feucht abgenommen. Nach Aushärtung kontrolliere Fugenlicht und plane minimal, ohne Patina zu verlieren. Dokumentiere Maße, damit zukünftige Pflege leichter fällt und der Stuhl nicht erneut ins Kippeln gerät.
Dellen lassen sich mit feuchtem Tuch und Bügeleisen ausdampfen, da die gequetschten Fasern wieder aufquellen. Feine Kratzer mildert Polieröl, tiefere ergänzt farblich passendes Wachs. Ausbrüche erfordern sauber gefräste Kanten und passende Holzeinlagen mit stimmiger Maserung. Nach dem Einleimen plan schleifen, behutsam beizen und mit Wachs oder Öl angleichen. Arbeite in Etappen, fotografiere Zwischenschritte und höre auf, wenn Oberfläche stimmig wirkt. Weniger Abtrag erhält Charakter, mehr Präzision schafft ein ruhigeres Gesamtbild.
Hebel sanft an, entferne spröden Leim mit Wärme und dünnem Spachtel, glätte beide Seiten. Dünnflüssiger Hautleim oder ein moderner, wasserbasierter Holzleim verbindet sicher. Mit elastischen Zulagen und breiten Zwingen presst du gleichmäßig, überschüssigen Leim sofort entfernen. Achte auf Faserrichtung, damit Maserung beim Andrücken nicht reißt. Nach Aushärtung leicht plan schleifen, farblich abstimmen und mit Wachs versiegeln. Kleine Fehlstellen können mit Holzmehl und Leim gespachtelt und anschließend unauffällig retuschiert werden.